Ja zum Jagdgesetz

Unsere schnelllebige Zeit befindet sich in allen Bereichen im ständigem Wandel. Dinge, die noch vor 20 oder 30 Jahren üblich und gut waren, sind im Grunde heute fast nicht mehr anwendbar. So wie wir Menschen und unser Leben verändert sich auch unsere Flora und Fauna. Ein aus 1986 stammendes – und auf diese Zeit angepasstes -Jagdgesetz muss daher dringend überarbeitet werden.
Dabei geht es – entgegen einiger Stimmen – nicht um den Abschuss oder gar die Ausrottung einiger bestimmter Tierarten, sondern vielmehr um die Grundlage zur Schaffung und Erhaltung eines Gleichgewichtes für alle zu Berücksichtigenden. Das ein Jäger dabei andere Ansichten vertritt als beispielsweise eine Tierschutzorganisation liegt in der Natur der Sache. Und das auch Landwirte und die Bevölkerung ihre eigene Meinung zu diesem Thema haben, liegt auf der Hand.
Es werden nicht alle Interessen gleichermaßen berücksichtigt werden können – aber es kann und muss eine ausgewogene Mischung und einen Kompromiss geben, der neben Rechten eben auch Pflichten für den Einzelnen enthält. Jäger und Landwirte haben kein Interesse daran, die Natur und die in ihr vorkommenden Lebewesen dauerhaft zu schädigen oder gar auszurotten. Denn gerade unsere Jäger und Landwirte wissen um die Wichtigkeit der Natur, sind sogar davon abhängig – mehr als Andere – und werden Alles tun, um eine ausgewogene und solide Basis für all unsere Tiere zu schaffen. Absolut notwendig ist dabei auch, dass einige Dinge nach wie vor kantonsspezifisch gelöst werden müssen und dürfen – die Anforderung in einem Bergkanton ist mit denen in städtischen Ballungsräumen nicht einmal ansatzweise vergleichbar. Deshalb sage ich zu einem gut schweizerischen Kompromiss, der auch Auflagen für die Jägerschaft und Landwirtschaft beinhaltet, mit Überzeugung „Ja“ zum revidierten Jagdgesetz.      

Urs Schneider
SVP Einwohnerrat